SchorschBlog: 05/2010

30.5.10

Fischers Fritz

Heute bei mir der Kochclub zu Gast und ich habs Hauptgericht zu basteln. Wird schon lecker, aber ich habs zunächst mal unterschätzt, 2 kg grobes Meersalz etwas feiner zu zerstößeln. Muss glaub nochmal duschen nach der Salzaktion. Und die Küche kehren ;-)

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So, dann gings los mit der ganzen Aktion. Traditionell erst mal lecker Champus und so ein paar frische Erdbeerchen zum Gartenspaziergang.

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Danach gabs von Frank lecker Pulposalat mit Gurken, Tomaten und nem Zitronen-Olivenöl-Dressing. Dazu gabs Foccacia.

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Weiter gings mit klasse Tintenfisch-Rotbarbe-Scampi-Spießchen an Joghurtdip.

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Dann kam ich mit dem inzwischen fertig gebackenen Kabeljau im Salzmantel gefüllt mit Limonen, Basilikum und grünem Pfeffer, dazu Rosmarinkartoffeln.

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Zum Nachtisch noch schokoladig gefüllte Jakobsmuscheln mit Multi-Vitamin-Bisquit und Fruchtspießen aus Katjas Hand.

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25.5.10

Happy Towelday

Ich hoffe, ihr hattet heute alle brav euer Handtuch dabei. Wenn ihr nicht wisst warum, dann fragt mal einen von den Jungs, die sich mit Computern auskennen, oder die sonst auch einfach so etwas "komisch" sind ;-)

Ich war auf jeden Fall voll ausgerüstet, Uwe auch und somit konnte heute gar nix passieren.
Frage war nur, wie ich das jetzt ins Blog bringe, und da ging mir im Aufzug aufm Heimweg doch glatt ein Licht auf …

Happy towelday und don't panic!


22.5.10

Augie Ray: Sieben Dinge, die Unternehmen aufgrund von Social Media unternehmen müssen

Dank Uwe mal wieder einen interessanten Artikel gefunden. Für alle, die dem englischen nicht allzu mächtig sind, und nicht die Zeit haben, den ganzen Artikel zu lesen, hier eine kurze Zusammenfassung von mir:

Die Frage, die es zu stellen gilt ist nicht "Was kann Social Media für uns tun?" sondern "Was kann Social Media mit uns tun?"

Jüngste Beispiele der Vergangenheit (Greenpeace vs. Nestlé oder die kaputte Gitarre bei United) haben gezeigt, dass das Individuum, der einzelne, kleine Benutzer des Internets durch die enorme Möglichkeit der Informationsverbreitung und somit der Meinungsbildung ein äußerst mächtiges Werkzeug besitzt.

Was können Unternehmen aus diesen Fällen lernen?

1.) Seid proaktiv! Jede Firma hat ihre "Leichen" im Keller. Und nach Murphy werden diese früher oder später ans Tageslicht kommen. Unternehmen sollten sich gerade in der heutigen Zeit Gedanken machen, welche Themen für sie in Zukunft zum Problem werden könnten und bereits jetzt zusammen mit ihren Kunden über diese Themen diskutieren, den Kunden zuhören und versuchen für beide Seiten einen befriedigenden Status zu erreichen.

2.) Verbessere den Kundensupport! Unzufriedene Kunden resultieren heutzutage immer öfter in Millionen von negativen Bewertungen und z.B. Tweets. Kundenservice wird zunehmend zu einer zentralen Komponente der Markenpflege.

3.) Höre zu! Unternehmen müssen in sozialen Netzwerken auf Aussagen über das Unternehmen reagieren können. Nur wer weiß, was über einen geredet, gelobt und kritisiert wird, kann auf diese Aussagen reagieren.

4.) Mach mit! Nicht in sozialen Netzwerken präsent zu sein, um nichts "falsch zu machen", ändert nichts daran, dass trotzdem über ein Unternehmen diskutiert wird.

5.) Antworte! Nur Unternehmen, die sichtbar auf Aussagen in sozialen Netzwerken eingehen, werden als aktive und "sich kümmernde" Unternehmen wahrgenommen. Und nur wer antwortet, kann zu falschen Aussagen Stellung nehmen und seine eigene Sicht der Dinge schildern.

6.) Sei schneller! Unternehmen, die Fünf-Jahres-Pläne erstellen, um Marketingkampagnen oder Kommunikationsstrategien zu erarbeiten, werden in der Welt von Social Media zu langsam sein. Social Media läuft in Echtzeit ab. Wer es schafft, Techniken zu entwickeln, die sich diesem Umstand anpassen, wird einen enormen Wettbewerbsvorteil gegen über Wettbewerbern haben, die planen "wie sie das schon immer gemacht haben"

7.) Jeder Mitarbeiter ist ein Vertreter des Unternehmens! Jede Aussage eines Mitarbeiters in sozialen Netzwerken kann den selben Einfluß haben, wie ein bezahlter Werbespot. Deshalb müssen Unternehmen ihre Mitarbeiter im Umgang mit Social Media schulen und ein Verständnis dafür schaffen, welche Auswirkungen das Agieren in sozialen Netzwerken haben kann.

20.5.10

der Tablet (hier ein iPad) und die Katze

Als ich heute morgen auf dem Weg zur Arbeit mal wieder dazu gekommen bin, alte Folgen von bitsundso nachzuhören, bin ich dabei von den Jungs aus München auf ein tolles Video hingewiesen worden.

Mal ganz davon abgesehen, dass die Miezekatze echt süß ist und sich schon deshalb das Video lohnt (for the ladies), ist echt beachtlich, wie einfach ein solches Device von einer Katze (!) verstanden werden kann.
Eine Katze könnte - so auch die Jungs im Podcast - keinesfalls die Beziehung zwischen einem Maus-Gerät und dem Maus-Zeiger auf einem herkömmlichen Bildschirm verstehen. Beim Multitouch eines Tablets scheint das aber wunderbar ins Katzenhirn zu flutschen. Zumindest beim ersten Game im Video. Die Katze merkt, dass sich da was bewegt, und dass sie es durch eigene Interaktion beeinflussen kann.
Ja logisch schreibt die Katze nicht ihre Memioren, aber ein gewisses Verständnis ist durchaus zu sehen.

Und hier setzt jetzt die Theorie an, dass Menschen, die nicht wissen, wie man einen PC bedient (z.B. meine liebe Mama) wahrscheinlich sehr gut mit einem Tablet zurechtkommen würden. Die Bedienhürden sind einfach sehr niedrig und die Bedienung an sich sehr intuitiv.
Ob ich jetzt der Mama so einen Tablet kaufe oder nicht, muss ich mir noch schwer überlegen (weil dann müsste ich schon zwei kaufen, dann will ich auch sowas haben), aber ich denke, hier sollte "man" mal drüber nachdenken.


18.5.10

Rhabarber-Ingwer-Konfitüre

Im Urlaub poste ich hier auch gerne mal was, das überhaupt nix mit meinem Job zu tun hat. Aber der Schorschblog nennt sich ja auch Schorschblog und nicht Büxblog.
Also Urlaub, die letzten Tage. Ne Menge Zeux im Garten und bei mir bricht die Bastelwut aus. Somit war einmachen angesagt.
Im Prinzip ist es ja echt einfach, zu Beginn meiner Konfitüren-Karriere wollte ich aber sicherheitshalber auch mal mit was einfachem beginnen und nicht gleich die Leistungsklasse A+ erreichen. Also hier das Rezept und ein paar Bildchen dazu. Vielleicht möchte das ja jemand nachbasteln. Vielleicht bekommt ihr ja auch was ab ;-)


Zu Beginn gehts in den Garten und wir suchen uns nen schönen Rhabarberstrauch.



















Von dem einfach ein paar Stücke abschneiden und schälen. Ich hab viel zu viel genommen. Laut Rezept reichen 500g (in dem Eimer sind bestimmt 2kg)














Das dann alles in fingerdicke Scheiben schneiden und noch 30 - 40g frischen Ingwer schälen und möglichst fein würfeln. Ab dafür alles in einen Topf.











Dann Gelierzucker drüber kippen. Menge kommt auf den Gelierzuckertyp an. Bei nem 1:1 dann halt auch 500g und bei nem 2:1 250g. Is ja logisch.















Das Ganze dann zugedeckt am besten über nach in Keller stellen und Saft ziehen lassen. Ideal ist, wenn vom Zucker dann am nächsten Tag nix mehr über ist. Nur noch Matsch. Den Matsch dann mal schön aufkochen, ab und zu mal rühren, damit nix am Boden festpappt. Nach 5 - 10 Minuten sprudelndes Kochen sollte ne Gelierprobe durchgeführt werden (also nen Tropfen auf nen kalten Teller und wenns stockt isses feddich).

Nich gleich alles aufessen, sondern schön in lecker vorher knalle heiß ausgespülte Gläschen füllen (sauber arbeiten!) und umgedreht abkühlen lassen. Die Konfitüre ist dann bestimmt einige Monate haltbar. Wozu das ganze schmeckt, muss ich erst noch herausfinden, aber ich denke, das geht neben den klassischen Konfitüreeinsatzgebieten auch gut zu Fleisch, weil der Ingwer ordentlich knallt.

Viel Spaß damit.


15.5.10

Frühstück im Urlaub

Ok, ok, das mag für den Einen oder Anderen jetzt etwas gewöhnungsbedürftig aussehen, aber die Pizza war eben noch da von gestern und mir war jetzt einfach danach. Und nein, ich bin nicht schwanger …


13.5.10

Seth Godin on the tribes we lead at TEDtalks

Dank Uwe hab ich hier mal wieder ein interessantes Video aufgeschnappt, für welches man wirklich die viertel Stunde investieren sollte. Sehr amüsant. Für alle, die nur fünf Minuten haben, hab ich unten die Rede kurz zusammengefasst.



Stämme finden sich heute mehr denn je überall, vorallem in der schönen Welt des WWW. Durch die hohe Vernetzung der heutigen Zeit ist das auffinden und das vernetzen einzelner mit diesen Stämmen nicht mehr schwierig. Deshalb kommt diesen Stämmen und vorallem dem Netzwerk zwischen dieses Stämmen - aus welchen dann Bewegungen entstehen - eine enorme Bedeutung zu.

Heutzutage benötigt man kein Produkt mehr, das allen verkauft werden soll. Es geht nicht darum, Menschen etwas zu verkaufen, das sie noch nicht haben oder nicht haben möchten, sondern ihre Wünsche zu befriedigen. Einige wenige Käufer, die so begeistert von dem Produkt sind, dass sie zu "Jüngern" werden, reichen aus, um einen enormen wirtschaftlichen Erfolg zu generieren.

Um einen solchen Stamm, eine Bewegung zu führen bedarf es nicht einer großen, organisierten Masse an Menschen. Einige wenige, die sich die bestehenden Regeln ansehen und unnötige Regeln aussortieren und zudem in der Bewegung als authentisch gelten, reichen aus, um zusammen mit der Bewegung in eine Richtung loszulaufen.

Der Wirkungskreis von Bewegungen besteht aus folgenden Schritten: Erzählen Sie eine Geschichte, finden Sie einen dazu passenden Stamm, Führen Sie diesen Stamm, schaffen Sie Veränderung (was dann wieder zu einer neuen Geschichte führt).

Seth Godin stellt zum Schluß noch 3 Fragen:
- Was regt Sie auf, wofür begeistern Sie sich?
- Mit wem sind Sie verbunden?
- Wen führen Sie?

Als Empfehlung für die nächsten 24 Stunden: Gründen Sie einen Stamm!

11.5.10

Prof. Dr. Dueck - … eigentlich über Dynamic Infrastructure

Ein bissel spät aber immerhin, jetzt noch die Zusammenfassung des Vortrags von Prof. Dr. Gunter Dueck bei uns im Haus.
Auch nach 2 Wochen ist mir dieser Vortrag noch sehr im Hirn. Hat sich dort irgendwie eingebrannt und ich kann nur jedem empfehlen, wenn er mal die Chance hat, Herrn Dueck irgendwo reden zu hören, dann nix wie hin!

Er begann damit, dass es eigentlich 2 große Dummheiten in unserer Zeit gibt. "Aus A folgt B, also MUSS aus B auch A folgen" und "der mächtigere Dumme hat immer Recht". Mit wunderschönen Beipielen untermauerte Herr Dueck diese Thesen und ging damit über zur "what-if-Software". Hierbei sind diese 2 Dummheiten sogar in einem Softwareprozess automatisiert. So geben Management-Informationssysteme beispielsweise darüber Auskunft, wie viele Menschen wie viel mehr arbeiten müssten oder welche Mennschen man outsourcen müsste (Raiffeissen hat dies ja damals erfunden), damit ein höherer Gewinn entsteht und somit die Menschen glücklicher werden. Weil ja allgemein bekannt ist, dass bei einem hohen Gewinn die Mitarbeiter zufriedener sind ;-)

Dueck zeichnet die Vision von RFID und Verkehrsschildern. Warum können nicht alle Verkehrsschilder einen Chip haben, der den Autos sagt, wie schnell sie fahren dürfen?

Über Ausflüge in die Welt der Infrastruktur landet Dueck bei der Ökonomie. Heutzutage geht keiner mehr irgendwohin. Sein Sohn war noch nie in einer Bank. Dies sollte uns zu denken geben. Hier kann der Hebel von Social Media ansetzen. Diese Kunden können wir gewinnen.
Außerdem verändet sich das Benutzerverhalten. Menschen kaufen nur bei sozialen Kopien von sich selbst (kein Hartz IV-Empfänger kauft etwas bei jemandem mit einer S-Klasse). Hier scheinen wir aber durch unseren breit gestreuten Außendienst sehr gut aufgestellt zu sein. Dennoch gibt Dueck die Vision, in einem bestimmten Umkreis alle Vertretungsgebiete abzuschaffen und dafür für jede soziale Zielgruppe EINEN Vertreter einzusetzen. Und dieser bedient nur seine soziale Zielgruppe. In diesem Bereich hätte nach Dueck jeder Vertreter Vollbeschäftigung, egal, wie groß sein Gebiet ist.

Zwischendurch mal wieder ein Tipp für die Kundenbindung. Irgendwie scheinen Tankstellen es bei den Kunden geschafft zu haben, dass die Kunden immer und immer wieder auf die Preistafeln schauen. Wobei dieser Blick völlig sinnlos ist, weil wenn der Tank leer ist, MUSS getankt werden, egal was auf der Tafel steht. Außerdem ist der Preis nicht beeinflussbar und die Preisunterschiede sind nur marginal. Warum schauen dann also trotzdem alle Kunden auf diese Tafeln?
Wenn ein Unternehmen es schafft, diesen Benzintafel-Effekt für seine Homepage zu erreichen, dann hat es das Unternehmen in puncto Userzahlen geschafft. Die Frage ist nun, wie man einen solchen Effekt für z.B. die Homepage oder das Corporate Blog erziehlen könnte (Punktesystem für Kundenbindung, Tagespreise für Online-Verträge, …).

Weiter zum Unternehmen an sich. Dueck zeigt auf, dass Leistung in Unternehmen nicht skaliert. Man kann nicht einfach ein Windrad immer größer Bauen um mehr Strom zu erhalten. Wenn man die Höhe eines Windrades verdoppelt, ändert sich Strömungstechnisch so viel, dass das komplette Rad neu berechnet werden muss. Ähnlich verhält es sich in Unternehmen mit Aufgaben und Leistungen, nur scheint es dort niemand wahrhaben zu wollen, so Dueck.
Hier kommt Dueck nun zur Warteschlagen-Theorie und der idealen Auslastung eines Mitarbeiter, welche bei ca. 85% liegt. (Warteschlage ist gleich Auslastung durch 1 minus Auslastung). Nach dieser Theorie werden Menschen, die zu hoch ausgelastet sind, bestimmt Probleme nie bearbeiten können, weil es immer noch wichtigere Themen gibt, welche auf den Schreibtisch kommen. Ein Arzt würde z.B. immer die Patienten behandeln, die gerade am nähesten an der Grenze zum Jenseits stehen. Ein "einfacher abgerissener Finger" würde es niemals in den Behandlungsraum schaffen.
Ähnliches gilt für die tägliche Arbeit. Wenn Mitarbeiter zu hoch ausgelastet sind, werden sie sich nur um Dinge kümmern können, die superschnell und super wichtig sind. "Normale" Arbeiten bleiben liegen. Folge ist, ein überlasteter Chef hat für seine Angestellten also "nie Zeit", hat immer "andere Dinge" zu tun und hat aus seiner Sicht betrachtet "nur Probleme".
Soweit sogut. Das Problem in vielen Unternehmen ist jetzt aber, dass Manager und Vorgesetzte es oft nicht ertragen können, wenn Mitarbeiter "nur" 85% ausgelastet sind. "Dann sitzt mir der Mann ja 15% seiner Zeit nur rum". Hierüber sollten wir auf jeden Fall auch nachdenken.
Dueck stellt in diesem Zusammenhang dann noch die entscheidende Frage: "Welche Auslastung sollte eine Feuerwehr haben?"

Am Schluß portiert dann Dueck die zuvor gestellten Thesen auf die IT. Für die oben beschriebenen Probleme gibt es durchaus IT-Lösungen wie CloudComputing und dynamische Infrastruktur. "Wir befinden uns momentan im Mindset der 80er Jahre Autoindurstrie" so Dueck. Und da müssen wir raus. Und dass alles nicht automatisch funktioniert, heißt noch lange nicht, dass die neuen Techniken und Paradigmen schlecht sind. Hier bringt Dueck das Beispiel der Waschmaschine seiner Mutter, welche zunächst als unbrauchbar galt, nur weil es dafür noch kein geeignetes Wäschesystem gab. Heutzutage (mit genormter Wäsche auf 30, 60 und 90°C) will aber niemand dieses Wunderwerk der Technik mehr missen. Und so müssen sich neben der Technik auch die Rahmenbedingungen in Unternehmen an die neue Zeit und die neuen Probleme zunächst anpassen. Auch wenn momentan noch nicht alles funktioniert wie gewünscht, werden wir in einigen Jahren die neuen Techniken nicht mehr missen wollen.

Der Vortrag endete in begeistertem Applaus und im nachfolgenden Come-Together (so nennt man das wohl heute) war noch Zeit für einiges an interessanten Diskussionen auch mit Prof. Dr. Dueck, der an diesem Abend wirklich bleibende Eindrücke hinterlassen konnte.

Jeden, den ich jetzt mit der Zusammenfassung für Herrn Dueck interessieren konnte, sollte vielleicht mal bei Sinnraum - der Homepage von Prof. Dr. Dueck - vorbeischauen.

7.5.10

Nachtrag re:publica - Jeff Jarvis propagiert die Grundrechte des Internet

Folgendes warf Jeff Jarvis in seinem Vortrag über das deutsche Paradoxon an die Tafel und propagierte damit eine Grundrechtecharta für den Cyberspace:

I. Wir haben ein Recht auf Vernetzung
II. Wir haben ein Recht, zu sprechen
III. Wir haben ein Recht, uns zu versammeln
IV. Wir haben ein Recht, zu handeln
V. Wir haben ein Recht auf Kontrolle über unsere Daten
VI. Wir haben ein Recht auf unsere eigene Identität
VII. Was öffentlich ist, ist ein öffentliches Gut
VIII. Alle Bits sind gleich geschaffen
IX. Das Internet sollte offen sein

Interessant. Zumindest Interessant, darüber mal nachzudenken und für sich selbst zu überlegen, wie man zu diesen Punkten steht.

Die Zukunft des integrierten Entwicklerarbeitsplatzes - Jazz

Jazz hat dieses Mal nichts mit dem kürzlich veröffentlichten Programm aus Montreux zu tun, sondern mit einer Entwicklungsumgebung, welche die IBM zusammen mit einer bunten Schar von Entwicklern momentan bastelt.

Dabei wurde auf folgende Punkte Wert gelegt:
- Lifecycle
- Spaß
- Effizienz
- Prozess Management
- Bechmarking
- Kundenorientierung

Das entscheidende an Jazz - so Rene Meyer in seinem Vortrag bei uns im Haus - ist, dass der Kollaborationsgedanke nun endlich auch Einzug in der klassischen Entwicklungsumgebung hält. Basis ist ein Eclipse, welches durch Funktionen in den Bereichen Kollaboration, Automatisierung und Reporting erweitert wurde, so dass neue Möglichkeiten entstehen, Wissen und den Wert der produzierten Arbeit weiterzuentwickeln.

ALLES (Anforderungen, Klassen, Bugs, Methoden, Dokus, …) bekommt bei jazz eine URL. Somit ist für jeden Entwickler im Team jederzeit alles erreichbar und die Entwicklung wird "gläsern".

Ein sehr interessantes Konzept, welches man sich als Softwaremensch durchaus mal anschauen sollte.

6.5.10

IBM Technologie - Ausblicke und Trends

In einem überaus unterhaltsamen Vortrag berichtete am letzten Donnerstag Herr Norbert Schädler über den "Global Technology Outlook", einer Trendstudie über die Entwicklung der Technologie in den nächsten 3 - 10 Jahren.

Hierbei sind folgende Felder von besonderem Interesse:
- Gesundheitswesen
- Smarter Planet
- Software und Technologie
- Future of Legacy
- Konvergenz IT und Wireless
- Workload Optimized Systems (Hardware)

Zunächst ging Schädler auf das Thema Legacy ein. Legacy bedeutet "Altlast". Altlasten haben wir in Softwaresystemen und Daten, in der Infrastruktur aber auch in Businessmodellen, im Know How und in Prozessen. Nicht nur der reine IT-Bereich ist also von Legacy betroffen, sondern auch andere Unternehmensbereiche.
Bei Software im speziellen kann man sagen, dass ab dem Moment der Produktivsetzung das Stück Software eine Altlast darstellt.
Zu klären wird nun in nächster Zeit sein, was ist "gutes Erbe" und was ist "altes Glump". Traditionell wird leider immer mehr dazugebaut und wenig weggeworfen.

Zum Ausblick zeigte Schädler noch 3 Future Trends der Software Technologie:
- Upper Middleware
- Client Controlled Cloud (3C)
- Multicore Programming Model