SchorschBlog: Creative Internet Business: Made in Germany? - #rp12

2.5.12

Creative Internet Business: Made in Germany? - #rp12

So richtig ist Deutschland in Sachen kreatives Internet noch nicht angekommen. Die großen Akteure in diesem Umfeld kommen aus anderen Ländern, das Kapital ebenfalls.

Wie kann unser Land hier agieren, welche Rolle spielt Berlin in diesem Spiel und was können die Unternehmen des Landes tun, um die situation zu verändern und Deutschland aus der digitalen Diaspora herauszuführen.

In der Podiumsdiskussion mit Thomas Knüwer, Jens Begemann, Andreas Thümmler, Björn Böhning und Heiko Rauch geht es genau um diese Themen.

Da Podiumsdiskussionen immer nur sehr schwer zusammenzufassen sind, anbei einige Zitate. Vielleicht vermittelt euch das ja ein bissel von dem, was da auf der Bühne abging.

"Der mit der Krawatte ist immer der Politiker."

"Wir haben uns gefragt, wie können wir als Investoren mit einer Plattform zum Crowdfunding beitragen - UFOstart."

"Wir versuchen die Crowd zu aktivieren. Das sind die besten Geschäftmodelle, wenn Du es schaffst den Longtail zu erreichen."

"Crowd-Financing ist mit Sicherheit ein Megatrend. Ob man damit schnell Geld verdienen kann, möchte ich mal bezweifeln."

"Es gibt auch viel Potential in Deutschland."

"Wenn wir nur versuchen das Silicon Valley zu immitieren, dann hinken wir immer hinterher. Wir sollten uns auf die Stärken von Berlin und Deutschland konzentrieren. Eine große Stärke ist hier die Internationalisierung bei uns. In Berlin ist es einfacher Leute aus unterschiedlichen Nationen zu finden, als in den USA."

"Wir suchen Mitarbeiter nicht in Berlin, sondern für Berlin. Berlin ist immer noch sexy. Es ist immer noch bezhalbar und sehr kreativ."

"Wir haben das in Berlin einfach geschehen lassen. Danach haben wir mit Förderprogrammen versucht, spezifische Dinge zu unterstützen. Jetzt erst mal weiter wachsen, dann erst über Probleme reden."

"Ich bin nicht die netzpolitische Muppetfigur des Berliner Senats"

"Die Rahmenbedingung in Deutschland sind ok. Daran wird es nicht scheitern. Eher daran, dass ich ein Produkt einfach nicht verkaufen kann."

"Je mehr sich die Politik aus der Sache heraushält, desto besser ist das. Die Internetbranche benötig hier keine Unterstützung. Steuererleichterungen könnten helfen."

"Förderprogramme sind überflüssig. Die sind für niemanden eine zusätzliche Motivation. Hiermit sollte man lieber schulden abbauen. Es würde aber helfen, wenn bei neuen Themen in der Politik mehr über die Chancen geredet würde und weniger über die Risiken."

"Es ist auch ein Bildungsthema. Es muss mehr Entrepreneuship in der Gesellschaft stattfinden. In der Schule sollte nicht nur auswendig gelernt werden, sondern den Schüler soll gezeigt werden, wie man einfach mal macht."

"Crowdfunding ist ein Trend, birgt aber durchaus auch Gefahren."

"Man muss noch lernen, welche Produkte sich besonders für Crowdfunding eignen. Es ist noch zu früh zu beantworten, ob CF auch für B2B funktioniert"

"Es geht nicht nur um Geld, sondern in erster Linie um Execution."

"Das Bild, das in weiten Teilen der Bevölkerung herrscht ist ein anderes, als das, welches in Talkshows gezeigt wird (zum Thema Urheberrecht)"

"Es ist wichtig, dass die Bevölkerung merkt, ob es darum geht, einen Kreativen zu schützen, oder um es darum geht, wirtschaftliche Interessen einer großen Gesellschaft durchzusetzen."

"Ein paar altmodische Leute kommen halt zu spät drauf und verschwinden vom Markt."

"Wir sind heute in der Politik weiter, als das 2009 zu Zeiten der Netzsperren-Debatte gewesen ist"

"Es ist wundervoll, dass die Zuwanderung von Hochqualifizierten in Deutschland so einfach ist."

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