SchorschBlog: 08/2012

31.8.12

Blogparade von @bausparfuchs: Mein wichtigster Ort der Welt

Da ich ja auch ab und zu mit @bausparfuchs zu tun habe, komme ich zwar spät aber dafür mit Schwung dessen Wunsch nach, meinen Senf zum wichtigsten Ort der Welt zu geben.

Es ist bei und Landkindern ja schon so, dass wir an unserer Heimat hängen und dort auch nicht wirklich einfach wegzubekommen sind. In Orten wie Bühlertann (Nabel der Welt, Hauptstadt des guten Geschmacks, Zentrum des Universums, ...) kommt dann auch noch ein gewisser Lokalstolz dazu. Das Leben an der Grenze zwischen Ostwürttemberg, dem Limpurger Land und dem Hohenlohisch-Fränkischen wird schon deutlich dadurch geprägt, dass man sich, wo es auch immer geht, gegenüber dem Nachbarort herauszuheben hat.

Natürlich ist bei uns alles besser, schöner, schneller, gemütlicher, größer und traditionsreicher als "nebenan". Natürlich sind wir einfach ein anderer "Schlag". Und außerdem würde es uns NIEMALS in den Sinn kommen, auch noch in den Nachbarort zu ziehen.

Ok, soweit die Theroie. Zu jeder Regel gibt es dann natürlich auch die berühmten Ausnahmen. Es soll tatsächlich Menschen geben, die auch im Nachbarort zum "Fasching" gehen. Es soll Menschen geben, die eine Liebschaft über Religions- und Landesgrenzen hinweg pflegen. Es soll Menschen geben, die ganz gut mit den "Anderen" können und sich ohne Androhung körperlicher Gewalt sogar von deren Meinung überzeugen lassen.

Letztenendes jedoch bleibt, dass wir Alteingesessenen im Herzen und auch auf der Zunge immer überzeugte "Dannemer" sind und bleiben. Wer dann sogar noch den Luxus eines Hausnamens hat, den ortsüblichen unverkennbaren Dialekt spricht und im Stammbaum über Generationen hinweg Bühlertann als Wohnort stehen hat (bei uns gings irgendwann anno 1730 mit B'town los) gehört dann - ob er will oder nicht - einfach dazu.

DAS macht dann auch für mich meinen Heimatort zum wichtigsten Ort der Welt. Ob ich will oder nicht. Ich konnte mir das nicht wirklich aussuchen, wurde in diesen Fakt hineingeboren und habe jetzt eben mit den Konsequenzen zu leben. Auch wenn ich jetzt einen Teil meines Lebens außerhalb der Ortsgrenzen verbringe, wird es mich immer wieder hierhin zurückziehen, werde ich immer wieder den Ruf der Heimat hören und diesem auch folgen.

Bühlertann? wo liegt des Dörfle?
I woiß guat, ich kenn mi aus.
Weg ond Steg und jedes Kürvle,
denn i stamm vom Dörfle raus.

(...)

Außarom dia größere Orte:
Crailsheim, Ellwang', Aala, Gmünd.
schöne Gegend, nette Städtle,
Kreisstadt Hall ond Gaildorf, Gschwend.

Bühlertann liegt mittadrenna,
sauber g'richtet, schmuck ond schea,
sei's von außa, sei's von enna,
freusch de dra, was will m'r mea.

(Maria Stegmaier)




23.8.12

Ok, ich habt uns wohl nicht nötig

Mittwoch Abend, 18km vom Nabel der Welt entfernt, Schwäbisch Hall. Nach den Freilichtspielen wollte ich mit meinem rassigen, brünetten Date noch kurz was trinken gehen. Unsere Wahl fiel auf das "Salzwerk", früher zumindest mal ne ganz nette Kneipe.

Aber irgendwie hat sich da in letzter Zeit doch einiges verändert. Als wir nämlich um 22:45 Uhr dort eingelaufen sind, entstand folgender Dialog:

Wir: "Sers, wir bekommen ja noch was zu trinken, oder?"
Kneipe: "Och nöö, es war den ganzen Abend so wenig los, wir machen jetzt zu"
Wir: "???"
Kneipe: "Ihr kommt jetzt grad von den Freilichspielen, gell?"
Wir: "jo."
Kneipe: "Jaja, das ist zur Zeit jeden Abend so. Da kommen immer um die Zeit noch viele Leute. Sorry. Geht doch mal hier ums Eck, da sind ganz viele weitere Kneipen"
Ich: "ja, danke. Kenn mich hier aus. Wohne hier. Schönen Abend noch"

Dem erfahrenen Betriebswirtschaftler und auch anderen begabten Menschen wird auffallen, dass an dieser Konversation etwas entscheidendes falsch gelaufen ist. Vor Allem, wenn ich jetzt noch erhöhe und sage, dass vor uns bereits 4 Leute das Lokal kopfschüttelnd verlassen haben und nach uns noch einige erwartungsfroh den Laden ansteuerten.

Ich finde es krass, dass es inzwischen tatsächlich Kneipen in Hall gibt, denen es wohl zuviel Arbeit beschert, um kurz vor elf noch ne Stunde zu arbeiten und Umsatz zu machen. Wenn schon den ganzen Abend nix los wär, dann muss ich doch gerade deswegen die Kundschaft der Freilichtspiele abgreifen und versuchen denen das Bier zu verkaufen, welches ich den ganzen Abend nicht los geworden bin.

Marktlücke erkannt? Wenn ich etwas mehr Ahnung von Gastronomie hätte, würde ich echt ne Kneipe in Hall aufmachen, die während der Freilichspielsaison von 22:30 Uhr bis um 1:00 Uhr offen hat und in der Zeit lecker Champus und Häppchen anbietet. Wer macht mit?

Wir sind dann halt mal wieder im Schlachtes gelandet und haben Kopfschüttelnd bei zwei Kalt- und einem Heißgetränk den Abend beschlossen. Sowas. Also echt. Ob die Serviceleitung des Salzwerk wohl weiß, was die Damen des Nachts da veranstalten? Mit Flori wär das nicht passiert (Insider).

15.8.12

Bloggen

Heute mal den Kollegen gezeigt, was das heisst.

12.8.12

Kochclub und Besuch in #Nürnberg bei dem #Rams gegen die Allgäu #Comets

Manchmal gibts sogar bei mir mal Wochenenden, an denen ich echt entspannt bin und in Ruhe den Dingen nachkommen kann, die es für mich lebenswert machen. Dazu gehört gutes Essen (nochmals Danke an Katja für 1kg Rinderlende), dazu gehören echt nette Leute die auf der Liste unter den ersten 10 stehen (vor allem vor KFG1DGNKFG1isch) und dazu gehört guter Wein. Wie gesagt danke euch Clubberern für den tollen Freitag Abend!!!111

Was auch noch dazu gehört ist American Football. Und da die Unicorns bereits gestern gespielt haben und die anderen grünen Mannschaften schon Pause haben, dacht ich mir, da fährste doch glatt mal nach Nürnberg zu dem Rams in die zweite Liga. Erstens weil mir Franken meistens sympathisch sind, zweitens weil auch in der zweiten Liga lustiger Football gespielt wird und drittens weil man sich dort die Allgäu Comets mal ordentlich anschauen kann.

Sollte man meiner Meinung nach auch tun, weil was die da in der zweiten Liga veranstalten ist schon beeindruckend. Zumindest auf dem Papier. Was ich in Nürnberg gesehen habe, war nicht so überwältigend, obwohl die Comets das spiel knapp aber doch gefühlt sicher im Griff hatten.
Das mag aber auch an den beherzt spielenden Gastgebern gelegen haben, die bis zum Schluss nicht aufgegeben haben und beinahe noch mit zwei Pässen in die Endzone rangekommen wären. Das Unentschieden wäre auf jeden Fall drin gewesen und hätte die Fans auf der Tribüne auch wirklich gefreut.

Tolle Fans übrigens in Nürnberg. Und die Cheerleader sind auch klasse und echt hübsche und nette Mädels. Die sogenannte "VIP Lounge" die sich nach eigenen Kommentaren deutlich von der "VIP Tribüne" unterscheidet, könnte eventuell noch etwas an ihren Kommentaren feilschen.
Ich würde mir wünschen, dass man aufmunterndes Klatschen für einen verletzten Spieler nicht als Szenenapplaus versteht und deshalb die Klatschenden disst.
Schön wäre auch, wenn man einen Drop des Gegeners nicht mit einem lauten "DAS WAR NIX" in choraler Geschlossenheit kommentiert, sondern eher den eigenen Passverteidiger mit einem "DAS WAR SPITZE" lobt.
So wie das auch mit der klasse Idee bei den Touchdowns gemacht wird, die jeweils mit einem "DAS WAR SPITZE" und einer Laolawelle gefeiert werden. Tolle Aktion!

Eines noch: die Burger sind wirklich gut! Macht weiter so in Nürnberg, da schau ich glaub noch öfters vorbei. War echt nett. Auch euch danke für den Sonntag Nachmittag.

6.8.12

Toto in Schwäbisch Gmünd

Gestern sind die Junx und ich endlich mal wieder der Spur des guten Musikgeschmacks gefolgt. Die Pilgerreise führte nach Schwäbisch Gmünd, auch bekannt als Montreux der Ostalb, zum OpenAir der Tagespost.

Der Sigi, genauer Schwarz, sorgte mit ganz passablem Gitarrenblues dafür, dass die ersten zwei Radler für etwas Abkühlung am doch noch sehr sonnigen Augusttag ganz geschmeidig die Kehle benetzten.

Nach den Radlern war dann aufgrund der Transportbestimmungen aber auch Schluß. Mehr war dann auch nicht notwendig, da die Herren rund um Mr. Lukather nun die Bühne betraten und mit einer klasse Mischung der Alben IV, V und VI echt ein super interessantes Programm spielten. Dies war dann zwar letztendlich wohl auch der Tatsache geschuldet, dass Herr Williams auch was zu singen brauchte und die Songs aus seiner Zeit wahrscheinlich einfach am Besten über die Lippen gehen.

Alles in Allem ein klasse Konzert, ein schöner Sommerabend, gute Musik und zum Schluß noch ein lecker Essen im amerikanischen Spezialitätenrestaurant in Aalen. Kömmer öfters mal machen.