SchorschBlog: This object cannot be liked

16.4.10

This object cannot be liked

Prof. Dr. Miriam Meckel
Miriam ist ein Fan des Zufalls (Genius) und von Empfehlungen (amazon). Hier unterstützt und ein Algorithmus bei der Entscheidungsfindung. Die Frage die sich dabei stellt ist: Können Computer eigentlich denken? Wenn Sie das könnten, wäre nämlich der Zufall echt und dann würde die Sache interessant. Bislang ist das Erzeugen von Zufall nicht möglich. Der Computer berechnet den Zufall.

Die schlimmst mögliche Wendung ist nicht voraussehbar. Sie tritt durch Zufall ein. Und dieser Zufall ist vom Menschen auch gewollt, weil sich sonst keine weiteren Veränderungsmöglichkeiten ergeben würden. Nur durch Zufall kann Innovation entstehen.

Die Kunst des Dramatikers besteht darin, in einer Handlung den Zufall möglichst wirksam einzusetzen.

Dr. Meckel propagiert die Möglichkeit der Anonymität als Voraussetzung für freie Entwicklung und Entscheidung. Im Überwachungsstaat ist der Mensch für die Gesetze da und leider nicht umgekehrt. Wo sind in einer völlig überwachten Gesellschaft Entscheidungsspielräume? Was mache ich mit zu viel Wissen? Ist die vollständige Information die Aufgabe des Zufalls wert?

Der Mensch ist aber unberechenbar und nicht deterministisch. Das Chaos ist der Urzustand und Ordnung gilt als Ausnahmesituation.

Träger einer dramatischen Handlung sind Menschen.

Das Netz birgt die Gefahr, dass man sich nur den Informationen aussetzt, welche der eigenen geneigten Meinung entsprechen. Dies könnte zu einem "soziale Locked-In-Syndrom" führen.

Die Dramatik kann den Zuschauer überlisten, sich der Wirklichkeit auszusetzen, aber nicht zwingen, ihr standzuhalten oder sie gar zu bewältigen.

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