SchorschBlog: US-Media: Tales from the Battlefield. - Mark Glaser and the American Media Landscape.

15.4.10

US-Media: Tales from the Battlefield. - Mark Glaser and the American Media Landscape.

Mark Glaser, Wolfgang Blau und Kristin Zeier
Podiumsdiskussion über die Trends der Medien in den US. Glaser sieht eine große Chance in der Zusammenarbeit von traditionellen "echten" Journalisten und den Bloggern. Es wird kein Konflikt und keine Krise in dem "Kampf" zwischen frei erstellten Inhalten und klassischen, kommerziell erstellten Inhalten. Aber es muss ein neues Businessmodel gefunden werden, mit welchen diese Inhalte vertrieben werden können. Die Frage ist, was macht meine Inhalte speziell. Was hebt mich von Anderen ab.

Glaser glaubt an die selbstheilungskräfte des Web. Er denkt, dass Artikel, welche nicht aufgrund einer freien Meinung, sondern "gesponsert" erstellt werden (Bewertungen, …) sehr schnell durch die Community entlarvt werden.

Erfolgreiche Geschäftmodelle in den US:
spot.us
freelancer stellen ihre Artikel in dieser Plattform ein und Zeitungen können oder User können diese Artikel dann "kaufen".

barista
raus aus dem eigentlichen Geschäft beraten Firmen wie Batista ihre Leser und Kunden weiter um z.B. herauszufinden, wie ein lokaler Handwerker, welche bei Batista ist, sein Geschäft erweitern kann, indem er Online-Werbung macht und noch mehr Kunden erreicht.

- real-time ads on twitter
- real-life cruises
- Sponsoren Tweeds on twitter

Unterschiede zwischen der US-Media Landschaft und der deutschen.
Deutsche mögen Print. Aber auch hier wird darüber nachgedacht, Inhalte online zu bringen. Hier sind die US aber weiter. Deutsche sind sehr viel mehr auf ihre Privatsphäre bedacht. Deutsche Medien sind wesentlich weiter vom Kunden weg und sprechen nicht die Sprache der Menschen auf der Straße.

Auch Public Media 2.0 muss sich an die klassischen journalistischen Regeln halten, aber sehr viel weiter "unten" am Kunden. Der User möchte nicht vorgeschrieben bekommen, was er zu lesen hat oder was er zu hören haben will. Der Fokus muss sich verändern vom vorgeschriebenen Konsum zum "wir, die Medien helfen Dir im Informationsdschungel das zu finden, was Dich interessieren könnte." Hierbei werden Kooperationen zwischen den großen Medienkonzernen immer mehr ans Tageslicht kommen.

In den US reagieren die Universitäten und bieten Studiengänge an, die Computerwissenschaften und Journalismus verbinden um dem Wandel gerecht zu werden.

Diskussion zum iPad kurz zusammengefasst: Glaser sieht das Gerät als perfekte Lösung, um zu Hause jemandem kurz etwas zu zeigen, wie Fotos, Texte, etc. Für den Medienbereich sieht er aber den zwanghaften Zug der Medienkonzerne eine IPad-App zu bauen als nicht sinnvoll. Er meint, die Konzerne sollten zunächst danach schauen, ihre normalen Online-Aktivitäten in den Griff zu bekommen und sich dann ein geeignetes Geschäftsmodell für das iPad zu überlegen.

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