SchorschBlog: Daniel Domscheit-Berg - OpenLeaks - #rp11

14.4.11

Daniel Domscheit-Berg - OpenLeaks - #rp11

DDB berichtet in seinem Vortrag über das vergangene Jahr und die Erfahrungen, die im Zusammenhang mit Leaks gemacht wurden.

Es gibt weiterhin ein großes Potential beim "Whistleblowing" im Netz, aber aus der Vergangenheit wurde auch gerlernt, dass dieses große Potential eine große Last in Sachen Verantwortung mit sich bringt. Diese Verantwortung muss die Regeln definieren, nicht Beweggründe wie Hype oder Ruhm. Je berühmter man als Plattform wird, desto mehr Arbeit wird man damit haben, diese Verantwortung zu tragen. Dafür muss aber das Rad nicht neu erfunden werden, es gibt genügend Menschen, die wissen, wie damit umzugehen ist, diese müssen aber effizienter werden.

Auch gelernt wurde, dass Leaks einen Kontext benötigen und dass das "Exklusivitätsdilemma" gelöst werden kann.

Die Verteilung von Leaks ist nur ein Service wie das Austragen von Post. Deshalb sollte dieser Service so neutral wie möglich sein und sich nicht durch Medien und Meinungen beeinflussen lassen..

Macht macht korrupt, absolute Macht macht absolute korrupt. Standards und klare Regeln dürfen nicht abhängig sein.

OpenLeaks bietet eine Technologie ähnlich eine "digitalen Babyklappe", welche robuste Sicherheit für die Teilnehmenden und deren Dokumente bietet. Diese Technologie soll für NGOs, Medien und ähnliche Einrichtungen zugänglich sein unabhängig von deren finanziellen Möglichkeiten.

Dies führt jedoch dazu, dass in OpenLeaks verschiedene Interessengruppen aufeinander treffen. Um dies zu handeln macht sich OpenLeaks über alle Teilnehmer schlauf und verteilt diese gesammelten Informationen wiederum an alle Teilnehmer und an den Rest der Welt.

OpenLeaks biete einen Werkzeugkasten angepasst an die Bedürfnisse seiner Partner um Dokumente einzustellen und zu verteilen. Hierbei treten Synergieeffekte ein, da die unterschiedlichen Teilnehmer selbe Dokumente auch unterschiedlich bewerten und über diese diskutieren, wenn die Partner dies wünschen und die Dokumente nicht einen Exklusivstatus haben. Jeder darf, wenn er möchte schreiben und lesen, der Benutzer kann sich aber auch dafür entscheiden, nur lesend an dem Projekt teilzunehmen. Es soll keine Plattform für eine Elite sein, sondern eine Plattform für Alle. In OpenLeaks können nicht aufgrund spezieller Interessen Informationen verschwinden oder zurückgehalten werden.

Die Alpha enthält sechs Partner, danach wird die Plattform allen zur Verfügung gestellt werden. Die Öffentlichkeit wird in einer späteren Phase eingeladen, über weitere Partner der Plattform abzustimmen.
Das Veröffentlichunssystem ist implementiert und wird nun feingeschliffen.
OpenLeaks nimmt momentan kein Geld von seinen Partnern, aber dafür Informationen. Finanziert wird das Projekt rein über Flattr. Es wird en einem "Gefährtenkonzept" und an einer Stiftung für später gearbeitet. Der Start benötigt aber noch etwas an Foschung und Zeit, dafür wird um Verständnis geworben.

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