SchorschBlog: Der Schatten des Windes - Carlos Ruiz Zafón

15.1.12

Der Schatten des Windes - Carlos Ruiz Zafón

"Das Zimmer war weiß und mit Dunstschleiern und leuchtender Sonne ausgekleidet. Das Licht ergoss sich wie flüssiges Gold über die Betttücher. Vom Fenster aus sah man das Meer."

...

"Es bleibt mir allein die Berührung der Lippen und der geheime Schwur, den ich auf der Haut mitnahm und an den ich mich alle Tage meines Lebens erinnern werde."

Respekt, lieber Herr Carlos Ruiz Zafón, ganz große Literatur! Hat mich wirklich gefreut, dieses Buch zu lesen. Diese unglaublich bildhafte Sprache hat mich wirklich beeindruckt. Und auch beeindruckt hat mich, dass in dieses wunderbare Gewirr von Schönheit eine brutale, gruselige und spannende Geschichte eingewoben ist. Lesenswert!

Der Schatten des Windes: Roman (suhrkamp taschenbuch)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Mein Favoriten sind:

"Passen Sie auf. Das Schicksal lauert immer gleich um die Ecke - wie ein Dieb, eine Nutte oder ein Losverkäufer, seine drei trivialsten Verkörperungen. Hausbesuche macht es hingegen keine. Man muss sich schon zu ihm bemühen."

"Das Fernsehen, mein lieber Daniel, ist der Antichrist, und ich sage Ihnen, es werden drei oder vier Generationen genügen, bis die Leute nicht einmal mehr selbstständig furzen können und der Mensch in die Höhle, in die mittelalterliche Barbarei und in einen Schwachsinn zurückfällt, den schon die Nacktschnecke im Pleistozän überwunden hat. Diese Welt wird nicht von der Atombombe zerstört werden, wie uns die Zeitungen weismachen wollen, sondern sie wird sich totlachen, wird an Banalität zugrunde gehen, weil sie aus allem einen Witz macht, einen schlechten noch dazu."

Beide von Fermín Romero de Torres.


Gruß
Dirk