SchorschBlog: Der digitale Dorfplatz: privat oder öffentlich? - #rp12

5.5.12

Der digitale Dorfplatz: privat oder öffentlich? - #rp12

Podiumsdiskussion mit Martina Pickhart (@pickihh), Christoph Kappes (@christophkappes), Sascha Lobo (@saschalobo), Ralf Lesser, Referent für Netzpolitik im Bundesministerium des Innern, Falk Lüke, (@flueke) und Jan Möller (@janmoeller).

Wir sind das Dorf, wir entscheiden über den Dorfplatz.

Der Meinungsbildungsprozess findet teilweise auf Servern statt, die privat kontrolliert werden. Hier kann sich nicht unzensiert eine Meinung bilden.

Es wird immer schwieriger "privat" und "öffentlich" zu trennen. Auch eine staatliche Plattform würde hier keinen wirklichen Nutzen bringen.

Öffentlichkeit bedeutet, dass ich nicht mehr die komplette Kontrolle darüber habe, wer etwas über mich liest oder sieht. Lobo betrachtet aber twitter z.B. nicht unbedingt als Öffentlich. Er postuliert vielmehr, dass der Öffentlichkeitsbegriff für das Internet neu geschaffen werden muss.

@PickiHH macht sich sorgen über die Infrastruktur des Netzes. Da alles in staatlicher und privater Hand ist, könnte morgen einfach alles abgeschalten werden. Ihr Vorschlag wäre, durch die Gründung einer gemeinnützigen AG diese Gefahr zu schmälern.

Auch eine Ethikkommision für digitale Öffentlichkeit könnte helfen.

Die momentane zentralisierte Struktur wird sich in 10 Jahren wieder dezentralisiert haben.

Das Bild vom digitalen Dorfplatz hat dazu geführt, dass Konzepte aus der Realwelt ins Netz übertragen wurden. Das ist so aber nicht 1:1 möglich. Wir müssen daran arbeiten, hier eine Migration zu schaffen und die Konzepte an die digitalen Gegebenheiten anzupassen.

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