SchorschBlog: Weinprobe: Chateau Clement St. Jean, Médoc, Cru Bourgeois 2007

29.12.14

Weinprobe: Chateau Clement St. Jean, Médoc, Cru Bourgeois 2007

Ich bin ja nicht davon abzuhalten, immer mal wieder im Supermarkt den einen oder anderen Franzosen zu versuchen. Irgendwie hab ich doch immer noch die dem Schwaben innewohnende Hoffnung, ein Superschnäppchen zu machen und dabei einen tollen Wein zu entdecken.

Auf denn, dieses Mal startet dieser Versuch mit dem in der Überschrift erwähnten Chateau Clement St. Jean, Médoc, Cru Bourgeois 2007

Was zunächst ins Auge sticht, ist die Farbe. Wenn ich meine weiblichen Gene anknipse, sehe ich hier "Pflaume". Ein tiiiefes ans Schwarz hinreichendes Rot, dicht und undurchsichtig.

In der Nase zeigen sich kaum fruchtige Noten, eher Gewürze und Holz. Hier fallen mir aber auch keine Vanillearomen oder süße Holznoten auf, sondern eher etwas kratziges, herbes. So ein Hauch Zahnarztpraxis ist dabei. Alles in allem also kein Liebling, mal kucken, was der sonst noch so kann.

Im Mund deutlicher Rauch. Sehr interessant, sehr angenehm. Auch hier keine Süße, keine Früchte. Auf den ersten Schluck etwas wässrig aber doch mit erkennbarer Kraft, sehr trocken, dominante Tannine und deshalb auch deutliche Bitterkeit.

Mit der Zeit zeigt dann der Dekanter seine Wirkung, die Tannine nehmen ab und es blitzen einzelne Brombeeren durch. Es bleibt aber dabei, dass Fruchtigkeit nicht zu den Stärken dieses jetzt doch schon sechs Jahre alten Weines zählt.

Am Ende denke ich, dass ich wohl noch weiter suchen muss, es ist zwar ein ganz passabler Wein, bestätigt aber nicht, was drauf steht und lässt die Erwartungen leider ohne Erfolg. Schade.

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